Die spannende Geschichte des Zierbetons
Wenn man sich etwas eingehender mit der Geschichte des Stempelbetons befasst, lohnt es sich, einen Blick auf die historische Entwicklung des Materials Beton selbst zu werfen. Dieses Material ist uns bereits seit der Antike bekannt.
Die ersten Erwähnungen von Beton stammen aus dem Jahr 200 v. Chr. Ursprünglich diente er hauptsächlich als Material zum dauerhaften Verbinden von Steinen. Zwar unterschied sich seine Zusammensetzung erheblich von der, die wir heute kennen – ursprünglich handelte es sich um eine Mischung aus Sand, kleinen Steinen und Kalkmörtel –, doch waren die Eigenschaften denen des heutigen Betons ähnlich.
Nachdem die Phase, in der Beton ausschließlich als Klebemörtel verwendet wurde, vorbei war, begann man, damit größere Bauwerke wie z. B. Fundamente und die ersten Fertigteile für Gebäude zu errichten. Beton wurde damit selbst zu einem Ersatz für Stein.
Heute ist dieses Material nach wie vor weit verbreitet. Mit seiner Hilfe werden ganze Gebäude errichtet, und er wird überall dort eingesetzt, wo es nur möglich ist.
Zu den wohl grundlegendsten Elementen aus Beton gehören Fußböden (einschließlich Auffahrten und Gehwege). In diesen Anwendungsbereichen bewährt sich Beton hervorragend. Und seine Eigenschaften wie Langlebigkeit, Abriebfestigkeit und die relativ einfache Verarbeitungstechnik tragen dazu bei, dass er nach wie vor das am häufigsten gewählte Material im Bauwesen ist.
Da Beton so weit verbreitet ist und auf eine lange Geschichte zurückblickt, haben sich die Menschen an dieses Material gewöhnt, und ganz allgemein gesagt hat es sich durchgesetzt. Hier begeben wir uns in Zeit und Raum in die USA und ans Ende des 19. Jahrhunderts. Damals begannen die ersten dokumentierten Versuche, Betonprodukten einen anderen Charakter zu verleihen und ihnen einen Hauch von Frische zu verleihen. Man experimentierte mit Farbstoffen und Säuren, die direkt in die Mischung gegeben wurden, um neue und interessante Effekte zu erzielen und den allgegenwärtigen grauen Beton ein wenig zu entzaubern. Tatsächlich war die Zeit zwischen 1890 und 1920 reich an einer Vielzahl mehr oder weniger erfolgreicher Versuche, neue Techniken für die Bearbeitung dieses Materials zu finden.
Jeder, der auf eigene Faust versuchte, seine Methode zur Strukturierung oder Einfärbung von Beton zu vermarkten, war sich bewusst, dass es um viel ging. An der Entwicklung dieses immer beliebter werdenden Sektors waren sowohl Materialhersteller, Werkzeughersteller als auch Bauunternehmen beteiligt.
Es eröffneten sich neue Möglichkeiten, und wohl alle Marktteilnehmer wollten sich ihr Stück vom Kuchen sichern. Wie die Geschichte gezeigt hat, stieg der Wert des gesamten Marktes für gestempelten Beton allein in den USA bis zum Jahr 2018 auf 9,4 Milliarden Dollar
Im Laufe der Entwicklung dieses Bauzweigs führten viele Innovatoren neue Lösungen ein. Einige von ihnen waren spektakulär erfolgreich, während wir den Rest bereits wieder vergessen haben. Es lohnt sich auf jeden Fall, über vier von ihnen zu berichten, die sowohl zur Verbreitung der Technik der Herstellung von strukturiertem Beton als auch zur Erleichterung der Arbeit mit Beton beigetragen haben. Dies führte zur Verbreitung dieser Methode und zu einer steigenden Zahl von Subunternehmen. Und das hat den gesamten Prozess in Gang gesetzt, der, einmal ins Rollen gekommen, bis heute mit stetig steigender Dynamik weiterläuft
Eine frühe Version einer Form zum Einprägen von Pflastersteinenmustern.Handwerkzeug zum Einprägen des Pflastersteinmusters in Beton Nach heutigen Maßstäben waren dies keine besonders effizienten Methoden, aber so wurde in den Jahren 1950–1970 gestempelter Beton hergestellt.Natürlich entwickelten sich die Werkzeuge weiter, und man stellte die Verwendung von Holzelementen zugunsten von Stahl- und später Aluminiumgussteilen ein.
Seine Werkzeuge zur Strukturierung von Beton wurden damals wohl von allen Bauunternehmen verwendet. Man muss zugeben, dass einige seiner Werkzeuge einen unglaublichen Eindruck hinterließen. Die mit Abstand interessanteste Form war ein riesiger Zylinder, den man über den frischen Beton rollte, um ihm ein Pflastersteinmuster zu verleihen
Allerdings musste die Technik zur Herstellung von Zierbeton noch weiter verfeinert werden. Das größte Problem, mit dem die Verleger zu kämpfen hatten, war die Strukturierung der Betonoberfläche.
Dieses Material neigt dazu, an jeder Oberfläche zu haften. Um beispielsweise ein Steinmuster zu erzeugen, war es am sinnvollsten, eine Form oder echten Stein zu verwenden, um dessen Muster abzudrücken. Problematisch war jedoch, dass bei jedem Abdruck des Stempels auch ein Teil des Betons von der Oberfläche mitgerissen wurde. Dabei entstanden unansehnliche Vertiefungen und Beschädigungen, was nicht akzeptabel war
Bauunternehmen setzten sowohl Formen zur Strukturierung als auch Stahlstempel, die ein Steinmuster in den Beton prägten, eifrig ein. So war es vor der Erfindung der Polyurethanformen. Gummiformen prägten kein Muster in den Beton, sondern verliehen ihm lediglich eine Struktur. Stahlformen hingegen schnitten nur das Muster ein, verliehen dem Beton aber keine Struktur. Zudem war die Lebensdauer dieser Werkzeuge gering. Daher war die Arbeit mit Beton noch kompliziert
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