Veröffentlicht: 05.01.2021

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Auf welchen Grundsätzen basiert der Bau künstlicher Felsen?

In der Natur erzählt jede Felsformation eine Geschichte. Beim Bau eines künstlichen Felsens achten wir stets darauf, dass die Geschichte realistisch, überzeugend und intuitiv ist.

Felsbrocken verschieben sich, erodieren und verändern im Laufe der Zeit ihre Farbe. Der durchschnittliche Betrachter sollte in der Lage sein, die Zusammenhänge zu erkennen – dass beispielsweise eine Formation auf eine andere gefallen ist und dadurch einen Riss in einer dritten verursacht hat.

Der erste Schritt zum Beherrschen der Gestaltung und des Baus künstlicher Felsformationen ist die Fähigkeit, den Maßstab angemessen zu berücksichtigen.

Die Formationen sollten groß genug sein, um die Natur nachzuahmen, ohne dabei den Raum zu erdrücken. Sie sollten als Gruppe von Felsblöcken oder als Klippenwand errichtet werden, die eine Geschichte erzählen. Wir versuchen stets, mit größeren Elementen zu arbeiten, anstatt kleinere zu stapeln, da Letzteres den Eindruck erweckt, die Formation sei absichtlich dort platziert worden, was den Realismus mindert. Man sollte auch vermeiden, eine einzige massive Konstruktion zu schaffen, die auf unrealistische Weise wie eine Kuppel aus dem Boden ragt

In der Natur brechen Felsstücke mit der Zeit und lösen sich voneinander. Um solche Details nachzubilden, wenden wir die Technik des manuellen Meißelns an. Wir versuchen, aus einem einzigen monolithischen Betonblock separate künstliche Felsen zu formen, damit sie wie einzeln entstandene Felsen aussehen.

Um diesen Effekt zu erzielen, lassen wir zwischen den einzelnen Steinen einen Spalt von mindestens einigen Zentimetern. Benachbarte Felsen sollten nicht bündig aneinanderliegen, sondern teilweise 3, 4 oder sogar 5 cm aus den angrenzenden Abschnitten herausragen

Der Spalt zwischen den Steinen muss zudem tief genug sein, damit der Boden des Spalts nicht sichtbar ist. Das bedeutet, dass wir, anstatt zu versuchen, Beton einzusparen, noch mehr Material aufspritzen müssen, um alle Spalten korrekt ausarbeiten zu können

Der vielleicht wichtigste Aspekt bei der Gestaltung realistischer künstlicher Felsformationen ist es, die Kunst der Formgebung zu beherrschen. In der Natur brechen kleinere, erodierte Felsstücke mit der Zeit ab und fallen auf die darunterliegende größere Formation. Die Erosion von Felsen lässt sich in der Regel am besten dort beobachten, wo sich zwei bedeutende Risse kreuzen und einen geschwächten Abschnitt hinterlassen.

Um dieses Phänomen hervorzuheben, ist es wichtig, Risse darzustellen, die durch Luft- oder Wassererosion entstanden sind. Die Risse und die damit einhergehenden Spalten sollten nahezu identische Oberflächen aufweisen, sodass man sich vorstellen kann, dass sie wie Puzzleteile ineinanderpassen.

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