Veröffentlicht: 20.08.2018

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Wir besichtigen die zu modernisierende Voliere im Warschauer Zoo

Vor kurzem wurden wir zu einem Treffen im Warschauer Zoo eingeladen, das im Zusammenhang mit der geplanten Modernisierung der Voliere im Vogelhaus stand. Natürlich lehnt man solche Einladungen nicht ab, und nach einer mehrstündigen Fahrt von Breslau war ich bereits vor Ort, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Im Vogelhaus wurden zwei Räume vorbereitet, die durch das Durchbrechen einer Öffnung in der Trennwand zwischen den Volieren miteinander verbunden wurden. Soweit ich erfahren habe, war dieses Gehege schon seit längerer Zeit aus der Ausstellung genommen worden und wartete sozusagen im „Kühlschrank“ auf jemanden, der sich angemessen darum kümmert. Was soll ich groß schreiben – der vor Ort vorgefundene Zustand besteht lediglich aus Wänden mit einer klaffenden Öffnung, die als Verbindung zum Nachbarraum dient, und dem Bodenbelag. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, findest du unten Fotos, die den Zustand des Geheges dokumentieren.

Ich habe mich sehr gefreut, dass der Zoo bereits bestimmte Vorstellungen hinsichtlich der thematischen Gestaltung des Geheges hatte. Die Hauptinspiration waren die Tempel von Angkor Wat in Kambodscha. Die Erwartungen waren recht hoch, und der angestrebte Effekt sollte die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen. Deshalb entschied ich mich für den Bau einer Tempelimitation mit Reliefs und einer Buddha-Kopfskulptur, die das Hauptmotiv der echten Tempel von Angkor bilden. Ein wesentlicher Teil des Projekts war die Gestaltung des Verbindungsbereichs zwischen den beiden Räumen, sodass dieser nicht künstlich wirkte und die alten Installationen in dem Rohr, das sich an einer sehr exponierten Stelle befand, verdeckt wurden.

Das Thema des Laufstalls selbst ermöglichte es jedoch, zahlreiche Maßnahmen anzuwenden, mit denen sich solche Stellen perfekt kaschieren lassen. Nach einer kurzen Besprechung der Form des geplanten Baus entstanden bereits nach meiner Rückkehr die ersten Entwürfe, und schließlich entstand diese einfache Visualisierung.

Die Modernisierung umfasst:

  1. Die Verkleidung der Wand mit einer Nachbildung von Felsblöcken und die Anbringung von Pflanzkübeln in einigen Blöcken

  2. Die Gestaltung eines „Tempel-Dachs“ mit Relief an der Lüftungsanlage

  3. Eine aus Steinblöcken gefertigte Buddha-Kopf-Skulptur

  4. Errichtung eines Tors zwischen den Auslaufräumen

  5. Die Gestaltung von Feigenbaumwurzeln, die über das Tempeltor hinauswachsen

  6. Bau eines Vogelteichs mit einem an die Kanalisation angeschlossenen Wasserablauf

  7. Bau eines künstlichen Baumes mit einem Wurzelsystem, das sich über die gesamte Breite der Voliere erstrecken soll. Zwischen den Wurzeln sollen Pflanzkübel stehen

  8. Anbringung natürlicher Lianen

Nachdem wir einige Details zur technischen Umsetzung der Bauarbeiten besprochen und den Vertrag unterzeichnet hatten, packten wir unsere Koffer, mieteten eine Wohnung und zogen für die Dauer der Arbeiten schnell nach Warschau um. Aber davon mehr im nächsten Beitrag.

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