Veröffentlicht: 16.02.2017

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Wie man Felsdekorationen aus Hypertuf herstellt.

Kann man Felsenimitate ganz einfach selbst herstellen? Diese Frage wird mir ziemlich oft gestellt. Tatsache ist: Solange man nicht vorhat, besonders große Felsen zu bauen, kann man diese Arbeit problemlos selbst erledigen.

In diesem Beitrag werde ich ein paar Geheimnisse unserer Arbeit verraten und dir zeigen, wie du einfach und mit Spaß Gartensteine selbst herstellen kannst. Wenn du weder deinen Rücken überlasten willst, indem du Feldsteine in deinen Garten schleppst, und auch dein Konto nicht durch Einkäufe in spezialisierten Gartengeschäften ruinieren willst, ist es am einfachsten, die Ärmel hochzukrempeln und künstliche Felsen mit eigenen Händen zu bauen. Dabei kannst du dich künstlerisch austoben und zudem genau die Form der Felsbrocken erzielen, die du dir vorstellst.

Die einfachste Methode, Gartensteine selbst herzustellen, ist die Verwendung von sogenanntem *Hypertuf*. Trotz des recht exotischen Namens handelt es sich dabei um eine Mischung aus Zement, Zuschlagstoffen wie Sand oder Kies sowie Torf.

Die Verwendung dieser Mischung führt zu sehr interessanten Ergebnissen:

  1. Ohne den Einsatz künstlicher Farbstoffe entstehen dunkle Braun- und Rottöne, die sehr natürlich wirken

  2. Felsen, Pflanzkübel, einfache Skulpturen und andere Gartendekorationen aus diesem Material neigen dazu, sich auf natürliche Weise mit Flechten zu bedecken. So entsteht sehr schnell ein Alterungseffekt.

  3. Durch den Torf ist das Gewicht unseres Werkstücks deutlich geringer, als wenn es ausschließlich aus Beton gefertigt wäre

Für die Herstellung von Dekorationen aus Hypertuf können vorgefertigte Formen aus Pappe, Aluminiumfolie oder Styropor verwendet werden. Es lassen sich viele allgemein erhältliche Materialien nutzen, die gerade zur Hand sind, um die Form zu gestalten.

Wie man einen Kunststein aus Hypertuf herstellt.

In diesen wenigen einfachen Schritten werde ich versuchen zu zeigen, wie man die Arbeit an unseren Gartendekorationen richtig in Angriff nimmt.

  1. Bereiten Sie eine Form vor, die zur Gestaltung des Kunststeins dient. Am besten eignet sich dafür eine Schachtel, deren Maße in etwa denen des gewünschten Endergebnisses entsprechen. Sie können Behälter aus Pappe, Styropor oder Holz verwenden. Das Innere des Behälters sollte mit alten Zeitungen und unregelmäßig zerbrochenen Styroporstücken ausgekleidet werden. Das Ziel ist es, eine unebene, aber steinähnliche Form zu erzielen. Bedecken Sie die so vorbereitete Form mit zerknüllter Alufolie und kleben Sie diese an die Ränder der Schachtel fest. Die so vorbereitete Form kann von innen noch mit Folie oder altem Leinen ausgekleidet werden.

  2. Zieh Gummihandschuhe an

  3. Vermische trocken drei Messbecher Zuschlagstoff (Perlit, Kies oder Sand), drei Messbecher Torf und zwei Messbecher Zement, am besten Portlandzement. Die Mischung ist bereit für die Zugabe von Wasser, sobald eine homogene Masse entstanden ist. Füge langsam eine kleine Menge Wasser hinzu und rühre um. Hier ist Vorsicht geboten: Wenn du zu viel Wasser hinzufügst, wird die Mischung ungeeignet. Höre auf, Wasser hinzuzufügen, sobald die Konsistenz der Masse einem dickflüssigen Teig ähnelt. Die fertige Masse sollte formbar sein – dann ist sie fertig.

  4. Gießen Sie die so vorbereitete Masse etwa 5–8 cm dick in die Form und verteilen Sie den Rest von Hand an den Wänden, sodass dort eine Dicke von mindestens 4 cm entsteht. Unser Stein wird innen hohl sein. Wenn die Form vollständig bis zum Rand gefüllt wird, verlängert dies den Aushärtungsprozess des Zements. Die Mitte des Steins kann mit Styropor gefüllt werden, um zu verhindern, dass Material von den Wänden abfällt.

  5. Lassen Sie den Stein aus *Hypertuf* 24 Stunden lang ruhen, damit der Zement aushärten kann. Nach Ablauf dieser Zeit drehen Sie die Form um und nehmen Sie den Kunststein heraus. Entferne alle Unebenheiten mit einer harten Bürste. Wenn das Endergebnis zufriedenstellend ist, wickle den Stein in Folie ein und lasse ihn 2–3 Wochen lang ruhen, damit der im *Hypertuf* enthaltene Zement ungehindert vollständig aushärten kann.

  6. Nimm den Stein nach 2–3 Wochen aus der Folie und spüle ihn mit Wasser unter nicht allzu hohem Druck ab, am besten mit einem Gartenschlauch. Beim Abspülen können lose Teile abfallen, die nicht richtig ausgehärtet sind.

Liste der Materialien, die zur Herstellung eines Kunststeins benötigt werden

  • Karton- oder Styroporbox/-behälter

  • Aluminiumfolie oder Leinwand

  • Gummihandschuhe

  • Ein Eimer zum Anmischen des Materials

  • Schaufel zum Mischen des Materials

  • Sand / Kies oder Perlit

  • Torf

  • Portlandzement

  • Pinsel mit harten Borsten

Am besten fängt man mit kleinen Steinen an.

So kannst du dich damit vertraut machen, wie sich das Material verhält und wie der Herstellungsprozess abläuft.

Versuchen Sie es mit Glasfasergewebe (Putzgewebe), das Sie in das frische Material einbetten können. Es dient als Armierung und sorgt für Festigkeit. Es lohnt sich auch, nachzulesen, wie man einen Unterbau anlegt, und dieses Wissen beim Bau von Gartensteinen anzuwenden.

Du kannst die Rezeptur anpassen und mit verschiedenen Mengen der Zutaten experimentieren, um interessante Effekte zu erzielen, die das endgültige Aussehen des Steins beeinflussen. Wenn du beispielsweise von jeder Zutat die gleiche Menge verwendest, sieht der so hergestellte Stein wie Sandstein aus.

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