Bau einer Voliere für Nashornvögel
Zunächst machten wir uns an die Ausarbeitung des Biotop-Entwurfs; nach Rücksprache mit Vertretern des Zoos entstand die endgültige Fassung, die – wie es recht häufig vorkommt – im Laufe unserer Arbeiten noch etwas modifiziert wurde
Das Hauptthema dieser Voliere war das Biotop der trockenen und wüstenartigen Gebiete Südamerikas.
Um den gewünschten Effekt zu erzielen, haben wir an der Wand künstliche Felsen angelegt; diese Konstruktion imitiert vom Wind erodierten Sandstein mit nachgebildeten tiefen Rissen und Abplatzungen, die im Laufe der Zeit entstehen. An der Vorderwand wurde eine Erdrutschimitation errichtet; dabei war es wichtig, die einzelnen Schichten aus verschiedenfarbigem Sand und Erde mit darin eingebetteten Natursteinen sowie den hervorstehenden Baumwurzeln deutlich sichtbar zu machen.
Den Mittelpunkt der Voliere bildet ein 4 Meter hoher künstlicher Baum mit einer Höhle für Nashornvögel. Dieses Element erforderte besondere Aufmerksamkeit, da Nashornvögel bei der Wahl ihres Nistplatzes sehr wählerisch sein können. Um sie dazu zu bewegen, sich in dieser Höhle niederzulassen, wurde der Innenbereich aus Holz gefertigt, und zur Höhle selbst führt ein langer, für die Vögel bequemer Ast, auf dem sie sich niederlassen können. Wichtig ist, dass man die Nashornvögel dank einer im künstlichen Baum installierten Kamera in der Höhle beobachten kann.
Der alte Teich wurde mit einer neuen dekorativen Schicht überzogen und leicht durch einen künstlichen Felsbrocken getarnt, auf dem eine Skulptur aus Baumästen liegt. In der Voliere selbst wurden zudem Pflanzkübel eingebaut, die in künstlichen Felsen versteckt sind.
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